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Letze Aktualisierung am: 07.12.2011

FZK – Focusing Zentrum Karlsruhe

Schwerpunkte des FZK – Angebotes

Das Zentrum wurde 1987 von Hejo Feuerstein, Reinhard Fuchs und Dieter Müller gegründet. Im Mittelpunkt stehen Fortbildungen in der Methode des Focusing und deren vielfältige Anwendung im Bereich professioneller Kommunikation, Beratung und Persönlichkeitsentfaltung. Zielgruppen sind sowohl Privatpersonen wie auch Berufstätige im psychosozialen und pädagogischen Bereich, Personalverantwortliche in Unternehmen, FreiberuflerInnen mit Beratungsaufgaben, OrganisationsberaterInnen.

2007: 20 Jahre FZK – Focusing Zentrum Karlsruhe

Im Herbst 1987 wurde in Karlsruhe das FZK – Focusing Zentrum Karlsruhe von Heinz-Joachim Feuerstein, Reinhard Fuchs und Dieter Müller gegründet. 1991 starb Reinhard Fuchs, viel zu früh, an einer heimtückischen Erkrankung. Sein Tod bleibt ein schmerzlicher Einschnitt.

Dieter Müller und Heinz-Joachim Feuerstein führten anschließend das FZK weiter in Weingarten bei Karlsruhe. Voraus gingen seit 1983 mehrere Aufenthalte in Chicago bei Gene Gendlin am International Focusing Institute, damals unter der Leitung von Mary McGuire. Im August 1987 wurden die drei Initiatoren des FZK zu ausbildungsbeauftragten und zertifizierungsberechtigten Co-ordinators am Focusing Institute berufen.

Das FZK bildet den Rahmen für Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich des Experientiellen/erlebensbezogenen Ansatzes und Focusing. Dieter Müller und Heinz-Joachim Feuerstein, seit Mitte der achtziger Jahre bereits anerkannte Ausbilder für Klientzentrierte Psychotherapie und Personzentrierte Gesprächsführung/Beratung in der GwG – Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie, integrierten diese Weiterbildungen in das FZK. So wurde die Verbindung zwischen der klassisch Rogerianischen Form der Klientzentrierung und der erlebensbezogenen, Focusing–orientierten Prozesszentrierung, wie sie von Gendlin begründet wurde, zu einem kennzeichnenden Merkmal der FZK-Konzeption, das bis heute die Angebote prägt.

In den neunziger Jahren lag ein Schwerpunkt der Aktivitäten des FZK im Austausch mit den „Originalen“ der internationalen Focusing–Szene: an erster Stelle zu nennen ist Gene Gendlin, der zwischen 1992 und 1997 am FZK jährlich Workshops, Vorträge und eine Ausbildungsgruppe in Experientieller Psychotherapie leitete. Seit 1991 waren regelmäßig KollegInnen zu Gast mit Workshops zu ihren speziellen Beiträgen zur Anwendung von Focusing, u.a. Reva Bernstein (Kreativität), Mary Armstrong (Trauma), Ann Weiser Cornell (innere Blockaden); Linda Olsen & Leon Webber (Interactive Focusing), Elfie Hinterkopf (Spiritualität), Agnes Wild-Missong (Schamanismus), Johannes Wiltschko (Strukturbindung), Marta Stapert (Kinder- und Jugendliche). Hinzu kamen die International Focusing Conferences, die seit den achtziger Jahren in Chicago organisiert wurden als Treffpunkt für Focusing-Trainer und Co-ordinators aus aller Welt. 1993 wurde vom FZK die erste International Focusing Conference außerhalb Chicagos in Deutschland organisiert, dann auch in den Folgejahren 1997, 2000 und zuletzt 2003 in Pforzheim–Hohenwart mit über 200 TeilnehmerInnen aus 20 Ländern.

Konzeptionell stand neben Focusing, Beratung und Therapie vor allem die Anwendung und Weiterentwicklung des erlebensbezogenen Gebrauchs von Konzepten und Methoden (Experiential Approach) im Mittelpunkt des Interesses: erlebensbezogene Ansätze zu Coaching, Supervision und Schmerzbegleitung wurden entwickelt und zugänglich gemacht. Methodisch lagen Entwicklungsschwerpunkte im Bereich Entscheidungsbegleitung, Stressprävention und Rollenklärung. Kontakte und eigene Arbeiten fanden Niederschlag in verschiedenen Publikationen, u. a. dem Sammelband „Focusing im Prozess“ (GwG-Verlag), in dem Originalbeiträge von führenden internationalen Focusing–VertreterInnen zu ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkten zusammengefasst wurden. Im Jahr 2000 wurden in Kooperation mit Prof. Hans-Jürgen Heringer, Universität Augsburg, erste CD-ROMs mit Anleitungen zum persönlichen Gebrauch („Focusing allein“) veröffentlicht: Traumjournal (experientielle Arbeit mit Träumen), Entscheiden (Focusing-orientierte Entscheidungsentwicklung), Schmerzen bewältigen (experientieller Ansatz), In die Türkei (Interkulturelle Kommunikation).
Die konzeptionellen Entwicklungen und Erprobungen sind in den letzten Jahren mehr und mehr in den Arbeitsbereich der Deutschen Focusing Gesellschaft e. V. übergegangen, in der nun eine größere Zahl von KollegInnen an der Weiterentwicklung mitarbeiten. (s. 10 Jahre Deutsche Focusing Gesellschaft). (HJF)